Für eine Stadtverwaltung, die mit gutem Beispiel vorangeht.
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Für eine Stadtverwaltung, die mit gutem Beispiel vorangeht.
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Stadtverwaltung

Im direkten Einflussbereich der Stadtverwaltung liegen Bereiche, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Zum Beispiel bei der Beschaffung von Arbeitsmaterialien können Klimaschutzaspekte berücksichtigt werden. Das gilt auch für alle Beschlussvorlagen, die die Verwaltung für die Politik schreibt: Hier muss konsequent eingeschätzt werden, welche Auswirkungen Vorhaben auf den Klimaschutz haben.

Was für die Verwaltung der Stadt Oldenburg gilt, muss auch für Eigenbetriebe, wie dem Abfallwirtschaftsbetrieb, und für Beteiligungen, wie die Bäderbetriebe, gelten. Nur mit gemeinsamer Anstrengung ist das Ziel, bis 2035 eine möglichst klimafreundliche Zukunft zu gestalten, erreichbar.

Fortschritt im Maßnahmenpaket

Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie es mit der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen im Paket „Stadtverwaltung“ in Oldenburg vorangeht.

Erfolgsgeschichten aus der Stadtverwaltung

Fassaden-Photovoltaik an der Schule Kreyenbrück
© Stadt Oldenburg

„Besonders im Winter wird ein Vorteil gegenüber südorientierten, flach geneigten Photovoltaik-Modulen erwartet, denn die vertikal an der Fassade installierten Photovoltaik -Module lassen bei tief stehender Sonne einen deutlich höheren Energieertrag erwarten.“ - L. Hellwig, EGH

  • Standort: Sporthalle IGS Kreyenbrück

  • Technische Details:

    • Leistung der Fassaden-Photovoltaik Anlage: 71 Kilowatt-Peak (kWp)

      Erwartete Produktion: circa 50.000 – 55.000 Kilowattstunden/ Jahr

    • Gerade durch die Kombination aus konventionell aufgeständerten Photovoltaik-Modulen in verschiedenen Himmelsrichtungen UND der Fassaden-Photovoltaik-Anlage wird eine hohe Produktivität über den gesamten Tag sowie über das gesamte Jahr erwartet.

  • Einsparung: circa 18-20 Tonnen CO-Äquivalente pro Jahr

  • Hinweis: Die Anlage wird in Kürze in Betrieb gehen. Aufgrund der Gesamtgröße der Anlage von über 200 kWp an diesem Gebäude sind hier intensive Abstimmungen mit dem Netzbetreiber erforderlich. Weiterführende Informationen zu dem Projekt folgen.

vertikale Photovoltaik-Module auf der BBS Wechloy
© Stadt Oldenburg

Durch die senkrechte Montage profitieren wir nun bei flachem Sonnenstand von vergleichsweise höheren Stromerträgen – beispielsweise zum morgendlichen Schulbetrieb oder im Winter“, erläutert K. Schavan, Leiter des EGH.

  • Standort: Dach der BBS Wechloy

  • Technische Details: mit 244 Kilowatt-Peak (kWp) leistungsstärkste städtische PV-Anlage

  • Einsparung: zum Großteil Eigenverbrauch des Stroms durch die Schule, dies deckt bilanziell 105 Prozent des derzeitigen (Stand: Juli 2025) jährlichen Verbrauchs

  • Kosten: circa 259.000 Euro

  • Besonderheit: Schmale senkrecht stehende Solarmodule, die Sonnenstrahlen auf beiden Seiten einfangen und gleichzeitig Regen, Luft sowie Licht an die Pflanzen der Dachbegrünung darunter heranlassen

  • Weiterführende Informationen zu dem Projekt finden Sie hier

Serielle Sanierung der IGS Kreyenbrück
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Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Kreyenbrück ist offenbar die erste Schule in Niedersachsen, deren Fassade nach dem Prinzip der seriellen Sanierung erneuert wurde.” - C. Ickert, EGH

  • Standort: IGS Kreyenbrück

  • Technische Details:

    • Serielle Sanierung mit vorgefertigten Fassaden (inklusive Dämmung, Fenster, Fensterbänke und Sonnenschutz)

    • Sanierung des Daches

    • Zwei Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 47 kW (Kilowatt)

    • Wärmepumpen

  • Einsparung: der Energieverbrauch konnte von 130 Kilowattstunden pro Quadratmeter Nettogrundfläche (kWh/ m² NGFe) auf 59 kWh/ m² NGFe reduziert werden

  • Kosten: 5,6 Millionen Euro

  • Weiterführende Informationen zu dem Projekt finden Sie hier

Oldenburger Rathaus und ein paar Menschen auf dem Marktplatz. Foto: Mittwollen und Gradetchliev
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