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© Coool Agency GmbH/Jörg Hemmen

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Dialog – und wie Sie jetzt noch teilnehmen können

Die Veranstaltungen liegen hinter uns, doch der Dialog geht weiter! Wir bedanken uns bei allen Oldenburgerinnen und Oldenburgern für die rege Teilnahme, die vielen Fragen und Beiträge.
Umfassende Antworten auf die diversen Anliegen der Teilnehmenden lieferten Expertinnen und Experten der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik, der Verbraucherzentrale, von EWE Netz GmbH, des Fachdienstes Klimaschutz sowie Oldenburgerinnen und Oldenburger, die bereits eine Wärmepumpe nutzen.

Für alle, die ebenfalls Fragen oder Anregungen zum Oldenburger Wärmeplan haben, geht der Dialog weiter. Rückmeldungen, Ideen und Fragen können noch bis zum Sonntag, 22. Februar in unserer Online-Umfrage mitgeteilt werden. Gelegenheit zum persönlichen Gespräch bieten weitere Veranstaltungen rund ums Thema Wärme.

Zu aktuellen Veranstaltungen und zur Umfrage

Im Dialog

mit Bürgerinnen und Bürgern

7 Veranstaltungen vor Ort

1 Termin online

über 700 Teilnehmende

133 konkrete Fragen und Antworten

Vier zentrale Erkenntnisse aus dem Dialog mit den Oldenburgerinnen und Oldenburgern 

Themenfeld 1: Kosten, Förderung und Wirtschaftlichkeit

Das Finanzielle war der größte Sorgenpunkt. Besonders ältere Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer fragen sich, ob sich Investitionen noch lohnen und wie die Übergangsfristen aussehen. 

Das bewegt die Menschen:  

Die Frage nach der Höhe der Investitionskosten (oft im Vergleich zur Gasheizung) und nach der Amortisation, insbesondere bei älteren Eigentümerinnen und Eigentümern.  Die Möglichkeiten zu Kreditvergaben für Seniorinnen und Senioren sind unklar.  

Konkrete Erkenntnis:  

Die kommunale Förderung durch die Stadt Oldenburg » und Bundesmittel über die KfW » sind attraktive Anreize, die jetzt genutzt werden sollten. Darüber hinaus gibt es weitere Finanzierungsmöglichkeiten, die im Einzelfall in einer Beratung » geprüft werden können. Es wurde deutlich, dass individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnungen oft günstiger ausfallen als die pauschale „Angst vor den Kosten“. Auch die Best-Practice-Beispiele aus der Nachbarschaft in Oldenburg bestätigten das aus ihrer eigenen Erfahrung mit dem Umstieg auf eine Wärmepumpe. 

Themenfeld 2: Technik im Bestand (funktioniert die Wärmepumpe bei mir?)

Manche Bürgerinnen und Bürger zweifeln, ob ihr Haus (Baujahr 1980 oder älter) ohne Kernsanierung für eine Wärmepumpe geeignet ist. 

Das bewegt die Menschen:  

Baujahr als vermeintliches Ausschlusskriterium für die Wärmepumpe, Platzmangel im Keller oder auf kleinen Grundstücken (beispielsweise Reihenhäuser), Sorgen wegen Lärmimmissionen im dicht besiedelten Wohngebiet, und die Frage, ob Heizkörper getauscht werden müssen. 

Konkrete Erkenntnisse:  

Best-Practice-Beispiele aus der Nachbarschaft haben gezeigt: Wärmepumpen funktionieren auch in älteren Bestandsgebäuden ohne aufwändige Sanierung zuverlässig, oft mit bestehenden oder ausgetauschten Heizkörpern. Technische Lösungen existieren auch für kleine Grundstücke und Reihenhäuser. Der Hinweis, dass es ohne Fußbodenheizung geht, ist eine der wichtigsten technischen Botschaften sowohl der Best-Practice-Beispiele, als auch der Innung für Heizung- und Sanitärtechnik. 

Wo finde ich dazu konkrete Informationen? Eine Übersicht der kommunalen Förderprogramme und Beratungsangebote finden Sie im Klimaportal »

Themenfeld 3: Versorgungssicherheit und Infrastruktur

Die Zukunft des Gasnetzes und die Stabilität des Stromnetzes sind zentrale Infrastruktur-Themen. 

Das bewegt die Menschen:  

Wann wird das Gasnetz abgeschaltet (2035 oder 2045)? Reicht das Stromnetz aus, wenn alle Wärmepumpen und E-Autos nutzen? Wann kommt ein Wärmenetz in meinen Stadtteil?  

Konkrete Erkenntnis:  

Der Ausbau der Stromnetze läuft parallel zum Hochlauf der Wärmepumpen. Oldenburg ist im Netzausbau gut aufgestellt. Ein Weiterbetrieb des Gasnetzes ist von der EWE Netz GmbH bis 2045 vorgesehen. Die interaktive Karte» des Wärmeplans zeigt, wo gute Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb von Wärmenetzen bestehen, primär in dicht besiedelten Gebieten mit großen Wärmeabnehmenden. In diesen Gebieten gibt es jedoch keine Garantie für die Umsetzung eines Wärmenetzes und auch hier sind Wärmepumpen häufig trotzdem eine gute Lösung. 

Themenfeld 4: Beratung und Vertrauen

Der Wunsch nach unabhängiger, verlässlicher Orientierung ist groß.  

Das bewegt die Menschen:  

Wem kann ich vertrauen (Angst vor „Verkaufsgesprächen“ durch Heizungsbetriebe versus neutrale Beratung)? Wie finde ich qualifizierte Energieberatende und kompetentes Handwerk?  

Konkrete Erkenntnis:  

Individuelle Beratung ist durch nichts zu ersetzen. Pauschale Antworten in großen Runden stoßen an Grenzen. Die Einbindung neutraler Partnerinnen und Partner (der Stadt Oldenburg », der Verbraucherzentrale in Oldenburg » und der Innung für Sanitär und Heizungstechnik Oldenburg » ) und „echter“ Best-Practice-Beispiele aus der Nachbarschaft schafft das größte Vertrauen und nimmt Ängste. 

Einblicke in die Dialog-Veranstaltungen

In den vergangenen Wochen besuchten mehr als 700 Oldenburgerinnen und Oldenburger die Dialog-Veranstaltungen zum Oldenburger Wärmeplan vor Ort und digital.

Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Vortragender bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Stadt Oldenburg
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Stadt Oldenburg
Material bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Material bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Material bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Material bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen
Menschen bei einer öffentlichen Veranstaltung zum Wärmeplan
© Jörg Hemmen

Beratungen und Förderungen

Jetzt informieren und Heizkosten senken

Hier finden Sie zahlreiche Angebote rund ums Thema Heizen und Sanieren. Entdecken Sie Beratungsangebote und Förderprogramme, die den Umstieg auf klimafreundliches Heizen unterstützen.

3D-Rendering einer Wärmepumpe über einer knallgrünen Fläche.
© Coool Agency GmbH
Wärme
3D-Rendering eines Solarpaneels über einer knallgrünen Fläche.
© Coool Agency GmbH
Strom
Rosa Stern mit Text "Auf Dauer günstiger heizen"
© Coool Agency GmbH

Erfolgsgeschichten aus der Nachbarschaft

Wärmepumpe vor einem Haus. Foto: privat
© privat

Rudolf aus Eversten

Da wir seit Jahren versuchen, unseren eigenen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und für die 25 Jahre alte Gasheizung bestimmte Ersatzteile nicht mehr lieferbar waren, haben wir uns für den Einbau einer Wärmepumpe entschieden. Der Umbau wurde innerhalb von viereinhalb Tagen realisiert.

Meine Wohnsituation
  • Ich wohne in einem Reihenendhaus und beheize 140 Quadratmeter Wohnfläche

  • Das Haus wurde 1981 gebaut

  • Vorher habe ich mit einer Erdgasheizung geheizt

  • Mein Erdgasverbrauch betrug vorher circa 13.500 Kilowattstunden im Jahr

  • Der Stromverbrauch für die Wärmeenergie beträgt nun circa 2.800 Kilowattstunden

  • Etwa 14.200 Euro der Investitionskosten habe ich über Fördermittel zurückerhalten

Ein Altbau in Oldenburg. Foto: privat
© privat

Ulrike und Thomas aus Bloherfelde

Der Einbau der Erdwärmepumpe war genau richtig und lohnt sich auch im Altbau! Die Anlage funktioniert fantastisch. Der Weg dorthin ist kein Spaziergang, aber mit einem guten Energieberater an der Seite auch kein Hexenwerk. Die Zusammenarbeit mit der Stadt war in allen Punkten schnell, freundlich und professionell.

Unsere Wohnsituation
  • Wir wohnen in einem Einfamilienhaus und beheizen 129 Quadratmeter Wohnfläche

  • Das Haus wurde 1973 gebaut

  • Wir haben vorher mit einer Erdgasheizung geheizt

  • Unser Erdgasverbrauch betrug vorher circa 28.000 Kilowattstunden im Jahr

  • Der Stromverbrauch für die Wärmeenergie beträgt nun circa 3.548 Kilowattstunden

  • Rund 22.700 Euro der Investitionskosten haben wir über Fördermittel zurückerhalten

Zu sehen ist eine Wärmepumpe, die vor einem Altbau auf einem Kiesgrund steht. Foto: privat
© privat

Carolin aus Donnerschwee

„Die Wärmepumpe liefert Heizungswärme und Warmwasser für unsere Wohnung im Erdgeschoss eines Zweiparteienhauses. Sehr komfortabel ist die Kontrolle über die Strom- und Wärmeverbräuche durch das Wärmepumpenportal. Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden, weil die Wärmepumpe eine sehr gute Jahresarbeitszahl hat.”

Meine Wohnsituation
  • Ich wohne in einem Zweiparteienhaus und beheize 108 Quadratmeter Wohnfläche

  • Das Haus wurde 1926 gebaut

  • Vorher habe ich mit einer Erdgasheizung geheizt

  • Mein Erdgasverbrauch betrug vorher circa 14.330 Kilowattstunden im Jahr

  • Der Stromverbrauch für die Wärmeenergie beträgt nun circa 3.570 Kilowattstunden

  • Etwa 17.400 Euro der Investitionskosten habe ich über Fördermittel zurückerhalten

Ausblick: so geht es weiter

Geben Sie uns Ihr Feedback und teilen Sie uns bis Sonntag, 22. Februar Ihre Anliegen über die Umfrage mit. Diese Eingaben fließen in den Bericht zum Dialogprozess ein.  

Nehmen darüber hinaus Sie die Gelegenheit für persönliche Gespräche und vertiefende Informationen bei weiteren Veranstaltungen rund um das Thema Wärme wahr. 

Diese Eingaben fließen in den Bericht zum Dialogprozess ein.

Nehmen Sie daher jetzt noch bis Sonntag, 22. Februar an der Umfrage teil!

Bericht zum Dialogprozess

Der Bericht zum Dialogprozess wird zusammen mit dem technischen Bericht zum Oldenburger Wärmeplan » dem Rat der Stadt Oldenburg im ersten Halbjahr 2026 vorgelegt.  

Beschlussvorlage Stadtrat

Sie haben noch Fragen?